NLA: Spiel der verpassten Chancen 

Zum Saisonstart stand der ersten Mannschaft mit der Auswärtspartie in Sierre eine schwierige Aufgabe bevor. Das Terrain und die Walliser Mannschaft haben für die Limpachtaler schon zu oft eine unlösbare Herausforderung bedeutet. Nicht so gestern.

 

Sierre wurde an diesem Sonntag seinem Namen als Sonnenstadt vollkommen gerecht. Schönstes Wetter und eine würdige Kulisse umrahmten den hochstehenden Match. Sierre startete gesamthaft besser in die Partie. Im ersten Drittel konnten sich die Hausherren mehr Spielanteile erspielen. Mit ihrem schnellen und schnörkellosen Spiel überforderten sie die Gäste immer wieder. Es war vorallem dem Grenchner Torhüter Dean Brodard zu verdanken, dass die Null bis kurz vor Ende des ersten Abschnitts gehalten werden konnte. Aber eben nur bis kurz vorher. Denn in der 20. Minute fiel der erste Treffer der Partie doch noch. Mraz bescherte den Sierre Lions die Führung. Eine Führung, die bis zum Spielende bestand halten sollte.

Ab dem zweiten Drittel kamen die Grenchner besser ins Spiel. Der Trainer Stefan Kunz schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Defensiv stand man über weite Strecken solide. Und vorallem suchte man nach vorne den direkteren Weg. Der Lohn dafür waren unzählige Chancen, die sich die Jungs erspielen konnten. Doch den kompletten Weg bis über die Torlinie fand der Ball bis zum Schluss nie. Entweder stand der Torhüter im Weg, ein Bein eines Gegners oder das eigene Unvermögen. Bezeichnend waren die Aktionen in den letzten Minuten und der Pfostenschuss kurz vor Ende.

Egal wie nahe man dem Tor stand, ins Netz wollte der Ball heute nicht. Es war eines dieser Spiele, bei denen man wohl 120 Minuten hätte spielen lassen können – und die eigene Null trotzdem immer noch Bestand gehabt hätte.

Das Team um Captain Yannick Sterchi kann sich indes nicht vieles vorwerfen. Es zeigte eine hochstehende Partie gegen einen starken Gegner. Die Partie verlief über die gesamte Distanz auf hohem Niveau. Und die Intensität war überrascht hoch für ein erstes Saisonspiel und die vorherrschenden Temperaturen. Der SHC Grenchen-Limpachtal war über die gesamte Partie gesehen wohl gar spielbestimmender. Sierre demgegenüber war sehr abgebrüht und clever. Nicht ganz kaschieren konnte die Mannschaft die fehlende Eingespieltheit in einigen Situationen. Dies ist aber etwas, dass sich mit weiteren Trainings und vorallem Spielen von selber korrigieren lassen wird. Die erste abgegebene Visitenkarte war sehr positiv. Darauf kann man aufbauen.

Bereits nächste Woche folgen die nächsten beiden Partien auswärts gegen den SHC Bonstetten-Wettswil am Samstag und zu hause gegen den SHC Bettlach am Sonntag. Wenn die Mannschaft im gleichen Stil und mit der identischen Leidenschaft auftritt, sind die ersten Punkte garantiert.