Saisonstart mit einem Zugerwochenende 

Die Junioren haben am letzten Wochenende die Saisonvorbereitung mit ihrem Traniningscamp offiziell für den kompletten Verein abgeschlossen. Ab Samstag geht es endlich wieder los: Die Qualifikation zur Saison 2019/20 beginnt.

 

Dabei steht für den SHC Grenchen-Limpachtal bereits zum Auftakt eine wahre Bewährungsprobe an. Sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft steht der schwierige Gang an den Zugersee auf dem Programm.

Den Anfang macht dabei die erste Mannschaft. Am Samstag werden sie beim amtierenden Schweizer Meister und Cupsieger zum heissen Tanz erwartet. Dass die Oberwil Rebells ein weiteres Mal als grosser Favorit auf die beiden Trophäen in die Saison starten, da sind sich wohl alle einig. Nicht ganz sicher ist man sich jedoch, wie weit die Grenchner Mannschaft bereits ist.

Auch wenn es sich beim Duell um die Neuauflage der beiden Finale um den Schweizer Cup und den NLA-Meistertitel handelt: Im Gegensatz zu den Zugern bestehen bei den Grenchnern einige Fragezeichen. Vieles hat sich bei ihnen verändert. Die markanteste Änderung dürfte die Personalie ausserhalb der Bandenanlage betreffen. Mit Stefan Kunz hat Ende letzter Saison eine wahre Institution im Verein den Rücktritt als Trainer des Fanionteams erklärt. In der Hoffnung, der Mannschaft dadurch neue Impulse und frische Ideen bieten zu können.

Doch auch innerhalb der Bandenanlage wird sich die Mannschaft mit einem neuen Gesicht präsentieren. Die beiden letztjährigen Ausländer sind weg. Mit Jara Pauer steht ein neuer Tscheche im Kader. Daneben sind diverse Abgänge zu verkraften (unter anderem Marti und Rohrbach in der Verteidigung, Henzi im Sturm) und Verletzungspech zu beklagen.

Es wird - vor allem anfangs der Spielzeit - eine sehr junge Mannschaft auf dem Feld stehen. Der SHC Grenchen-Limpachtal geht seinen Weg konsequent weiter und versucht die nachstossenden Jungen in die NLA zu integrieren. Dass dabei das eine oder andere Mal auch Lehrgeld bezahlt werden muss, liegt in der Natur der Sache. Aber die Mannschaft hat auch die notwendige Erfahrung, welche die älteren Spieler in das Team einbringen. Viele Spieler sind bereits etliche Jahre in der NLA - und dabei im Dress mit dem Walfisch auf der Brust - auf den Streethockeyplätzen anzutreffen.

Es wird interessant sein, beobachten zu können, wie sich diese neu fomierte Mannschaft präsentieren wird. Es bleibt dabei zu hoffen, dass die Idee – und der innige Wunsch – des abgetretenen Trainers Früchte trägt. Diese frischen Ideen erkennbar werden. Ob dies bereits zum Saisonauftakt eintritt, dürfte der kommende Samstag gegen die Rebells deutlich aufzeigen.

 

Am Sonntag wird danach die zweite Mannschaft an gleicher Stätte in die Saison 2019/20 starten. Die Reserven der Grenchner haben eine enttäuschende Saison hinter sich. Und wollen in dieser Spielzeit vieles besser machen. Dass dabei schlussendlich der Schlussrang über allem steht, liegt auf der Hand. Doch um am Ende besser da zu stehen, muss die Basis über die komplette Qualifikation gelegt werden. Und ein positiver Auftakt ist dabei sicherlich keine schlechte Ausgangslage.

In den letzten Trainings wurde viel Wert auf spielerische Aspekte und ein neues Defensivkonzept gelegt. Es wäre sicherlich vermessen zu erwarten, dass bereits alles funktioniert. Doch erhofft sich das Team doch auch, dass die Neuen sich von Anfang positiv entfalten. Mit Patrik Lüthi aus der ersten Mannschaft und Francesco Faina aus Belp wurde vor allem die Offensive durch zwei starke und torgefährliche Spieler merklich gestärkt. Doch auch in der Hintermannschaft ist man gut aufgestellt. Viel Erfahrung ist dabei gepaart mit jungen Talenten. Dazu kommen mit Rohrbach (aus der ersten Mannschaft) und Hofer (Neuzugang) zwei lauffreudige Verteidiger hinzu, die perfekt in das neue Konzept passen.

Die NLB-Mannschaft der Oberwil Rebells wird allgemein als starke Kraft in der zweithöchsten Liga eingeschätzt. Und dies in einer wohl ausgeglichenen Meisterschaft. Die Zuteilung der Favoritenrolle ist nach dem Aufstieg der Galser in die NLA nicht mehr so einfach möglich. Umso wichtiger wird es sein, keine Punkte leichtfertig zu verschenken.

Erschwerend für die Grenchner kommt hinzu, dass man in den letzten Jahren stets Mühe bekundetete mit den Zugern. Die Mannschaft der Rebells lag den Limpachtalern schlicht nicht. Es gab hierfür keine schlüssige Erklärung. Aber die Energie dürfte definitiv besser in Gedanken darüber investiert sein, wie man dieses Team in der neuen Saison schlagen kann, denn darüber nachzudenken, wieso man in vergangenen Tagen immer wieder den Kürzeren zog.

Eines ist bereits vor dem Anpfiff der neuen Saison klar: Am Ende des ersten Wochenendes wird der SHC Grenchen-Limpachtal ziemlich sicher besser wissen, wo die beiden Mannschaften stehen. Und die Trainer die ersten Erkenntnisse darüber haben, woran in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss. Denn bewusst ist sich jeder Spieler – egal ob erste oder zweite Mannschaft, dass man noch lange nicht am Ende des Entwicklungswegs angekommen ist. Resultate hin oder her.