Jahresbericht Junioren A: Schwierige Saison mit viel Freude 

Wir standen vor einer schwierigen Saison im letzten Sommer. Mit einem äusserst schmalen Kader von gerade mal sechs Junioren A und einem Torhüter starteten wir in die Vorbereitung. 

 

Weil einige ältere den Junioren A entwachsen waren. Und weil einige in der Sommerpause den Verein wechselten. Für uns war es eine schwierige Situation. Zum einen willst du keine Eigengewächse verlieren. Andererseits bringt es aber auch nichts, ihnen Steine in den Weg zu legen. Wer nicht will, bringt dich auch nicht weiter.

Viel Freude bereitete die Zusammenarbeit im Trainerstaff. Zusammen mit Thomas Huber und Daniel Feuz hatten wir eine schlagfertige und breit abgestützte Truppe an der Bande.

Der Startschuss erfolgte mit dem Trainingsweekend in Grenchen und Jegenstorf. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter und eine sehr gute Stimmung in der Gruppe. Das Zusammenspiel und der Teamspirit vom Grössten bis und mit dem Kleinsten waren genial.

Das Saisonziel vereinbarten wir mit den Spielern gemeinsam. Wir kamen dabei zum Schluss, dass der Halbfinal eine gute Messlatte wäre. Nicht unrealistisch hoch. Und doch ambitiös.

Das erste Testspiel gegen den viel genannten Titelaspiranten aus Kernenried war ein Versprechen für die anstehende Saison. Wir führten bis knapp vor Schluss und mussten uns schlussendlich nur knapp geschlagen geben. Es gab uns Mut, für das was kommen sollte.

Der Saisonstart verlief danach durchzogen. Auf die beiden Siege in Sierre und gegen Union Zürich folgte die klare Niederlage in Kernenried.

Der darauffolgende Herbst präsentierte sich der Stimmung der Jahreszeit entsprechend. Unerhoffte und ärgerliche Niederlagen gegen Coude du Rhone, Sierre und Bettlach holten uns auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Playoffs waren bereits in weite Ferne gerückt.

Doch wir fingen uns wieder. Die Adventszeit hatte für uns die passenden Geschenke mitgebracht. Hägendorf und La Chaux-de-Fonds konnten klar bezwungen werden. Und der Sieg gegen Belp brachte uns ins Playoffrennen zurück. Das 3:1 war dabei nicht nur der Punkte wegen wichtig.

Das neue Jahr begann, wie das Alte aufgehört hatte. Auf die Revanche gegen den Nachbarn aus Bettlach folgte der Sieg gegen Union Zürich.

Danach kam der erste Knick. Die Kanterniederlage gegen Belp war schmerzhaft. Und damit die kehrten die Ängste um die Playoffqualifikation zurück in den Fokus. Zumal weitere Niederlagen gegen La Chaux-de-Fonds und Kernenried folgten.

Doch die Jungs waren klasse. Und liessen sich nicht von ihrem Weg abbringen. Auch nicht von unglücklichen Spielplankonstellationen. Da die Junioren B gleichzeitig ein wichtiges Turnier zu bestreiten hatten, konnten die älteren Junioren nicht wie gewohnt mit den A Junioren mitreisen. Somit trat man mit nur 6 Feldspielern im Wallis an. Und zeigte eine eindrückliche und äusserst kämpferische Leistung. Der 5:4 Sieg war der verdiente Lohn.

Nach der Niederlage gegen Oberwil war der Playoffplatz in beinahe unerreichbare Ferne geschweift. Trotz dem Pflichtsieg in Hägendorf war man nun beinahe auf fremde Hilfe angewiesen. Und weil genau in dieser Zeit in Belp eine grosse Unruhe im Team ausbrach und der Favorit unserem direkten Konkurrenten aus La Chaux-de-Fonds damit Punkte schenkte, wurde ein Sieg im abschliessenden Spiel gegen den haushohen Favoriten aus Oberwil zur Pflicht. Wir zeigten ein gutes Spiel und kämpften mit allem was wir hatten. Und doch mussten wir uns schlussendlich 7:2 geschlagen geben.

Die Saison war damit vorbei. Und das Saisonziel verpasst. Wir hatten keine einfache Spielzeit vor uns. Aber dank dem ständigen Fokus auf dem Teamgedanken und der guten Stimmung in der Mannschaft wurde alles viel einfacher, als anfänglich befürchtet.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen die mitgewirkt haben. Den Spielern, dem Trainerstaff und allen stillen Helfern im Hintergrund.

Es het gfägt! Merci.

 

Stefan Rindlisbacher
Trainer Junioren A