Die neue Saison steht an - Zeit für einen letzten Rückblick 

Die Zeit verfliegt. Manchmal viel zu schnell. Und manchmal geht es doch viel zu lange, bis etwas vorüber ist. Es ist schlussendlich eine Frage der Perspektive: Unvergessliche Momente mit deiner Liebsten verfliegen - das Warten darauf hingegen kann endlos erscheinen. So auch in der Familie des SHC Grenchen-Limpachtal. Für einige war es endlich an der Zeit, dass das Sommertraining wieder gestartet wurde. Für andere hätte die Sommerpause gerne noch etwas länger andauern dürfen. 

 

So beispielsweise für die Nationalmannschaftsspieler, die im Juni unser Land in Kosice (Slowakei) an der Weltmeisterschaft mit stolz vertraten. Sie haben mitgeholfen, die junge Schweizer Mannschaft hinter der Weltspitze zu etablieren. Sie legen schon während der Saison mit all den Zusammenzügen und Testspielen etliche Extraschichten ein. Und haben dann als "Dank" die kürzere Verschnaufpause im Sommer, da die Saison um die internationalen Titelkämpfen inklusive der Vorbereitung darauf ohne Unterbruch verlängert wird. Und dies während die Kameraden bereits in den "Ferien" weilen und ihre Batterien aufladen können.   

Oder für all die Spieler, die nach dem bitteren Saisonende Abstand brauchten. Jene der zweiten Mannschaft, die sich im Halbfinale der Playoffs dem späteren Meister der NLB, dem SV Gals, in einer emotionalen und intensiven Serie geschlagen geben mussten. Noch bitterer war das Ende der Spielzeit aber für das Fanionteam. Sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft musste man in den Finalspielen den Oberwil Rebells jeweils den Vorzug lassen und ihnen zum Titel gratulieren. 

Bei den Junioren sieht die Gemütslage etwas anders aus. Bei den Jüngsten freute man sich bereits ende Saison darauf, dass das nächste Team die nötige Breite aufweist und im Vergleich zur letzten Spielzeit über ein älteres und somit wettbewerbsfähigeres Kollektiv verfügt. Bei den Junioren B startet man mit den schönen Erinnerungen an die Medaille aus der abgelaufenen Saison. Und bei den Ältesten, den Junioren A, verfügen die Trainer dieses Jahr über ein breites Kader, das viel Freude verspricht. 

Neue Saison, neues Glück. Doch verallgemeinern kann man es nicht. Sicherlich, für einige wird es eine Befreiung sein, dass man hinter sich lassen kann, was war. Neu anfangen und daran glauben, dass alles besser wird. Aber für andere ist es einfach eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wegs. All die schönen Erinnerungen und Erlebnisse mitnehmen. Und das Negative im Hintergrund verblassen lassen. Jedoch nicht vergessen, sondern aus den Erfahrungen lernen.
Denn manchmal geht es einfach etwas länger, bis etwas wirklich Schönes entsteht. Und schlägt genau in jenem Moment ein, in dem man es nicht mehr erwarten würde. 

Was sicher allen gemein ist, ist die Tatsache, dass es nicht das Sommertraining ist, auf das man sich gefreut hat. Kilometer abspulen, Kraftübungen und Konditionstests sind nicht unbedingt das Lieblingsfach des Hockeyspielers. Leiden, sich schinden und auf die Zähne beissen gehört aber zum Grundprogramm. Und ist die Grundlage einer erfolgreichen Saison. Es ist der Startschuss zu dem, was danach kommt. Wenn ab mitte August im Lieblingsfach wieder dem orangen Ball innerhalb der Bandenanlagen nachgejagt werden darf. 

Bevor wir aber auf die anstehende Spielzeit 2019/20 und alle ihre Besonderheiten eingehen, die sie dem Club bringt, schauen wir nochmals zurück. Wir geben in den nächsten Tagen den Entscheidungsträgern im Verein nochmals die Möglichkeit, ihre Rückblicke zu teilen. Geniessen Sie hier die Jahresberichte der Trainer der einzelnen Mannschaften und des Vereinspräsidenten, der das Schiff der Familie SHC Grenchen-Limpachtal ruhig und mit Weitsicht durch die Gewässer des Streethockey steuert.