NLA: Als Team der Rivalität getrotzt 

Die erste Mannschaft startet wunschgemäss in die Halbfinalserie gegen die Sierre Lions. Mit einem 6:3 Heimsieg legen die Grenchner in der Serie vor. Ausschlaggebend war die starke, geschlossene Teamleistung.

Viel wurde im Vorfeld über die Partie diskutiert. Über die Intensität der Partien der beiden Mannschaften. Und über die Wichtigkeit des Heimvorteils. Die erste Partie bestätigte dabei alle Vorahnungen. Und die Partie hielt, was sie versprach.

Die Grenchner kamen gut in die Partie. Dem ersten Paukenschlag nach gut zwei Minuten folgte in der sechsten Minute bereits der zweite: Den 1:0 Führungstreffer durch Lüthi bestätigte Aegerter mit dem 2:0. Die Grenchner meldeten damit ihre Ansprüche in dieser Partie an. Sie wollten keine Zweifel daran offen lassen, wer der Favorit in dieser Serie ist.

Als sich nach sieben Minuten der erste Siderser in der Kühlbox wiederfand, eröffnete sich dem Heimteam gar die Chance zum 3:0. Doch der Walliser Paulik spekulierte im richtigen Moment und luchste dem hintersten Grenchner den Ball ab und nutzte seinen freien Weg zum Anschlusstreffer.



Unbeirrt davon spielten die Grenchner weiter. Bei Vollbestand hatte man die Partie über weite Strecken im Griff und liess defensiv wenig zu. Und in der Offensive war es Lüthi, der mit seinem zweiten persönlichen Treffer den Zweitorevorsprung wieder herstellte. Ärgerlich war, dass man die Gäste durch einen Treffer kurz vor Drittelsende wieder zurück ins Spiel kommen liess. 

Es kam noch besser. Stefan Kunz, seines Zeichens Trainer der ersten Mannschaft, schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Und Sterchi schritt als Captain mit gutem Beispiel voran: Bereits nach zwei gespielten Minuten riss er seine Arme in die Höhe und bejubelte mit seinem Team das 4:2. Es sollte bereits der Gamewinner sein.

Und dies, obwohl das Spiel jetzt eine andere Wendung nahm. Das zweite Drittel wurde ruppiger und war entsprechend geprägt von vielen Strafen und Überzahlsituationen. Nicht weniger als 8 kleine Strafen wurden ab der 28. Spielminute ausgesprochen. Mit 5 gegen 5 wurde nur noch selten gespielt, was dem Spielfluss nicht eben zuträglich war. Grenchen verstand es aber, diese Phase des Spiels mit der nötigen Cleverness zu überstehen und gar den Vorsprung noch auszubauen. Florian Däppen war es vergönnt, in einer der seltenen Siutationen des Vollbestands beider Mannschaften seine Farben weiter in Front zu bringen. 



Doch wie bereits im ersten Drittel musste das Heimteam den Gästen wiederum ein Tor kurz vor Ende zum neuerlichen Anschluss zugestehen. In Überzahl agierend düpierten sie die Grenchner Box inklusive Torhüter mit ihrem dritten und letzten Treffer.

Im letzten Abschnitt hatte die Heimmannschaft die Partie über weite Strecken unter Kontrolle. Zudem konnte sich das Team in den Druckphasen der Walliser auf einen überzeugenden Dean Brodard zwischen den Pfosten verlassen.

Nachdem ein Siderser in der 52. Minute nach einer unnötigen und dummen Aktion eine Matchstrafe inklusive der automatisch fälligen 5 Minutenstrafe kassierte, war die Partie entschieden. Umso mehr, als Sterchi mit seinem zweiten persönlichen Treffer in der Überzahl das das 6:3 erzielen konnte.



Der SHC Grenchen-Limpachtal liess danach nichts mehr anbrennen und brachte den ersten Sieg ins Trockene. Somit bietet sich dem Team nächsten Samstag in der Sonnenstadt die Chance, sich bereits frühzeitig für die Finalserie zu qualifizieren. Das Spiel dürfte aber ungleich schwieriger werden. Der Heimvorteil dürfte wiederum eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Dass die Grenchner aber auf dem Platz der Siderser sich zu recht finden können, haben sie in der Qualifikation bereits bewisen, als sie sich nur knapp mit 0:1 geschlagen geben mussten.

 

NLA: Playoff Halbfinale, Spiel 2
Samstag, 13. April 2019 14.00Uhr in Sierre
Sierre Lions - SHC Grenchen-Limpachtal

NLA: Playoff Halbfinale, Spiel 3 (ev.)
Sonntag, 14. April 2019 14.00Uhr in der BSB+Arena in Grenchen
SHC Grenchen-Limpachtal - Sierre Lions